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Formschneider oder auch Xylograph bzw. Xylograf ist ein inzwischen fast ausgestorbener Beruf, der sich mit Herstellung von Druckformen für die Stoffdruckerei und Broschüren sowie den teils künstlerischen Holzschnitten beschäftigt. Der letzte seiner Zunft, Karin Giebert hat seine sehenswerte Werkstatt in der Innenstadt von München. Ein weiteres Anwendungsgebiet sind Abbildungen in Broschüren, zur Zeit als es noch nicht bedenklich war Fotos direkt zu drucken. Die auf die Holzplatte übertragenen Zeichnungen wurden von den Holzschneidern mit Messern, Grabsticheln, Hohl- und Rundeisen sowie Stechbeiteln sowie Knieeisen und Grundmeißeln so ausgeschnitten, dass die nicht druckenden Stellen aus der Holzplatte entfernt wurden. Während der Tätigkeit ruht das Werkstück meistens auf einem mit Sand gefüllten Polster.
Die historische Bedeutung des Holzstichs begründet sich durch die zunehmende Verbreitung des Buchdrucks, der eine hohe Nachfrage nach Illustrationen mit sich brachte. Der damals bereits verbreitete Holzschnitt, bei dem der Druckstock aus einem Längsholz besteht, erforderte mehr Arbeitsschritte (Schnitt in Faserrichtung und ein weiterer Schnitt in die Gegenrichtung) als einst bereits prominente Verfahren des Kupferstichs. Doch die Druckplatten des Kupferstichs sind für den Buchdruck nicht geeignet. So entwickelte ein englischer Kupferstecher, Valentin Simon, das neue Verfahren des Holzstichs, bei dem gleichgeartet wie beim Kupferstich gearbeitet wird, als Werkstück aber ein Hirnholz aus Buchsbaumholz verwendet wird. Erst der Holzstich ermöglichte die massenhafte Herstellung von fein detaillierten Illustrationen die schnell eine mächtige Verbreitung der Produktion von Broschüren fanden. Heutzutage können Drucke auch online errichtet werden, zum Exempel auf Glanzdruck Web-To-Print
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