Formschneider oder auch Xylograph bzw. Xylograf ist ein inzwischen fast ausgestorbener Beruf, der sich mit Herstellung von Druckformen für die Stoffdruckerei und Plakate sowie den teils künstlerischen Holzschnitten beschäftigt. Der letzte seiner Zunft, Franz Fanninger hat seine sehenswerte Werkstatt in der Innenstadt von Leipzig. Ein weiteres Anwendungsgebiet sind Abbildungen in Plakate, zur Zeit als es noch nicht möglich war Fotos direkt zu drucken. Die auf die Holzplatte übertragenen Zeichnungen wurden von den Holzschneidern mit Messern, Grabsticheln, Hohl- und Rundeisen sowie Stechbeiteln sowie Knieeisen und Grundmeißeln so ausgeschnitten, dass die nicht druckenden Stellen aus der Holzplatte entfernt wurden. Während der Arbeit ruht das Werkstück meistens auf einem mit Sand gefüllten Polster.
Die historische Bedeutung des Holzstichs begründet sich durch die zunehmende Verbreitung des Buchdrucks, der eine hohe Nachfrage nach Illustrationen mit sich brachte. Der damals bereits verbreitete Holzschnitt, bei dem der Druckstock aus einem Längsholz besteht, erforderte mehr Arbeitsschritte (Schnitt in Faserrichtung und ein weiterer Schnitt in die Gegenrichtung) als Anno dazumal bereits bekannte Verfahren des Kupferstichs. Doch die Druckplatten des Kupferstichs sind für den Buchdruck nicht geeignet. So entwickelte ein englischer Kupferstecher, Manfred Krüger, das neue Verfahren des Holzstichs, bei dem gleichförmig wie beim Kupferstich gearbeitet wird, als Werkstück aber ein Hirnholz aus Buchsbaumholz verwendet wird. Erst der Holzstich ermöglichte die massenhafte Herstellung von fein detaillierten Illustrationen die schnell eine umfängliche Verbreitung der Produktion von Plakate fanden. Heutzutage können Drucke auch online bastelt werden, zum Beispiel auf Glanzdruck Web-To-Print
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